Man braucht Zeit und gute Nerven, wenn man zu den Hauptverkehrszeiten in Gauting unterwegs ist – egal, ob mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß. Und ich bin überzeugt, dass der aktuelle Stau zwischen Pippinplatz und Hauptplatz nur ein Vorgeschmack auf die Zukunft ist. Die derzeitige Politik des ´Erst bauen, dann stauen, dann schauen´ funktioniert nicht. Es braucht dringend einen Kurswechsel in der Verkehrspolitik. Weg von nicht ganzheitlich zu Ende gedachten Planungen und Lippenbekenntnissen hin zu einer konsequenten und vorausschauenden Verkehrspolitik.

In vielen Straßen reiht sich gerade morgens und nachmittags ein Auto an das nächste – mit all seinen negativen Folgen: Luftverschmutzung, Lärmbelastung und Stress. Zudem stellt der übermäßige Verkehr ein Sicherheitsrisiko vor allem für Kinder und Senioren dar. Deshalb ist es mein Ziel, den Autoverkehr in Gauting um 20 Prozent zu reduzieren. 

Weniger Verkehr in Gauting!

Gelingen kann uns da mit einem Fünf-Punkte-Plan, der alle Verkehrsträger umfasst und eine neue  Mobilitätskultur schafft. Dass diese dringend notwendig ist, zeigen auch die Einschätzungen der regionalen Verkehrs- und Umweltbehörden, die die Verkehrslage in Gauting schon heute als kritisch einstufen. Die bereits im Bau befindlichen und anstehenden Projekte wie Grundschul- oder AOA-Areal werden die Situation weiter verschlimmern.

Eine neue Mobilitätskultur schaffen

Dabei setze ich nicht auf Verbote, sondern auf eine Vielzahl von Maßnahmen, die wir gemeinsam angehen. Dazu gehört für mich auch die Attraktivität alternativer Angebote zu erhöhen. Ziel muss es sein, die Angebote für Fahrradfahrer, Fußgänger und ÖPNV-Nutzer so attraktiv zu gestalten, dass man den eigenen Pkw bereitwillig stehenlässt. Voraussetzung dafür ist allerdings auch, dass sich die Bürger aktiv beteiligen. Was sie davon haben? Ein Mehr an Lebensqualität, mehr Sicherheit, mehr Mobilität und nicht zuletzt mehr Klimaschutz. 

Maßnahmen des Fünf-Punkte-Plans:

1.    Verkehrsraum fair verteilen – beispielsweise durch eine schrittweise Neuverteilung der Verkehrsflächen und ein digitales Parkraummanagement.
2.    Vorrang für das Fahrrad – beispielsweise durch Ausweis weiterer Fahrradstraßen oder die Einrichtung eines innerörtlichen Fahrradrings oder Abstell- und Lademöglichkeiten.
3.    Gauting wird fußgängerfreundlich – beispielsweise durch sicherere Kreuzungen, breitere Fußwege und Tempo 30.
4.    Mehr (Express-) Busse und ein Regionalbahnhalt – beispielsweise durch bessere Verbindung der Gautinger Ortsteile, damit Jugendliche mit dem 365 Euro Ticket unabhängig mobil sein können, und die Ertüchtigung und den Ausbau des regionalen und lokalen  Schienenverkehrs aus Mitteln des 86 Milliarden Euro umfassenden Bahn-Investitionspaktes.
5.    Mehr Sharing- und E-Mobilitäts-Angebote auf 2 und 4 Rädern – beispielsweise mit Mobilitätsstationen oder anderen innovativen Konzepten.

Sie haben Fragen, Wünsche oder Ideen zum Thema Verkehr in Gauting, dann sprechen Sie mich gerne an!

Ihr Hans Wilhelm Knape
kontakt@hw-knape.de

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