Jedes Jahr das gleiche Bild: Familien, die händeringend auf der Suche nach Kita-Plätzen für ihre Kinder sind. Dass der Bau von Kitas notwendig und sinnvoll ist, steht außer Frage. Allerdings brauchen wir eine bedarfsorientierte und durchdachte Planung in Bezug auf die Kinderbetreuung in Gauting.

Was ich anstrebe:

  • Einen Masterplan für den Ausbau der Kinderbetreuung (inkl. Neubau, Sanierung, Ersatz von Container-Provisorien) abgestimmt auf die absehbare neue Raumordnung in Gauting (z. B. Montessori-KiGa im Geb. Geissler).
  • Kitas dort bauen, wo Kinder und Eltern wohnen, um Familien aufgrund von kurzen Wegen zu entlasten und zusätzlichen Verkehr in Gauting und eine Belastung der Anwohner zu verhindern. Bedarfsgerechte Kitas in den Wohnquartieren sind die Lösung. 
  • Zügige Planung und zeitnaher Bau von kleineren Kitas bzw. Einrichtung von Natur- und Waldkindergartengruppen.
  • Kinderbetreuung flexibler gestalten, um sie an unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensmodelle anzupassen.
  • Bezahlbaren Wohnraum für Erzieher schaffen, um die Attraktivität der Gemeinde zu steigern und so dem Personalproblem entgegenzuwirken.

Kita-Plätze müssen bezahlbar bleiben

Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung treibt mich auch das Thema Kosten an und um. Denn bereits heute liegen die Gebühren für die Kinderbetreuung in Gauting bei der derzeitigen Höhe der (indirekten) Mietzuschüsse deutlich über den Gebühren aller Nachbargemeinden. Die Neuregelung der Mietverträge mit Flächenkosten von 12 Euro/m2 ab 1. September 2020 wird die Situation weiter verschärfen. Denn trotz des zugesicherten direkten Mietkostenzuschuss werden sich die Mietkosten schrittweise von derzeit 1,50 auf 7 Euro/m2 im Jahr 2022 erhöhen. Ab 2025 könnten die Mietkostenzuschüsse sogar noch weiter sinken, was die Kosten für die Kinderbetreuung in Krippen, Kindergärten und Horten noch weiter steigen ließe.

Was ich anstrebe:

  • Eine einfache, transparente Zuschussregelung – mit folgenden Zielen: 1. vergleichbares Gebührenniveau wie in den Umlandgemeinden erreichen; 2. Ungerechtigkeiten beseitigen, die z. B. Voraussetzungen der Gebäude oder Eigentumsverhältnisse betreffen; 3. Vielfalt der Betreiber und deren pädagogische Konzepte erhalten.
  • Eine bessere Abstimmung der interkommunalen und gemeindlichen Standards für die Kinderbetreuung (wie z. B. Öffnungs-/Schließzeiten, Betreuungsschlüssel usw.).
  • Bessere Gebührentransparenz inkl. Beachtung spezifischer Leistungsmerkmale von Trägern, die ggf. zu Gebührenabweichungen führen.
  • Festlegung einer Referenzmiete für Gemeinde-Gebäude mit sozialer Nutzung, die einen angemessenen Beitrag für den Erhalt der Gebäudesubstanz darstellt.
  • Kurz: ein Bedarfs-, Gebühren- und Betreibercontrolling, das gute Betreuungsplätze in ausreichender Zahl zu fairen Gebühren ermöglicht.

Als Vater und Großvater weiß ich aus eigener Erfahrung, welche Herausforderungen junge Familien mit Kindern jeden Tag meistern müssen. Deshalb ist es mir ein echtes Anliegen, Familien bestmöglich zu unterstützen. Und dazu gehört für mich unter anderem, ihnen die Sorgen zu nehmen, einen guten, nahegelegenen und bezahlbaren Betreuungsplatz für ihr Kind zu finden.

Ihr Hans Wilhelm Knape
kontakt@hw-knape.de

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